Die Wissenschaft der Zahnprothetik
Die prothetische Zahnmedizin gibt es schon seit 4000 Jahren; von Bambusstiften über Elfenbein und Edelmetalle bis hin zu Porzellan – die Suche nach ästhetisch ansprechenden Materialien, die den Test der Zeit bestehen, geht weiter. Die moderne Zahnmedizin ist ein großes Geschäft, und die Menschen zahlen Tausende von Pfund, um „perfekte Zähne“ und vor allem Selbstvertrauen beim Lächeln zu erlangen.
Zudem besteht die Erwartung, dass ihre teuren Zahnbehandlungen viele Jahre, wenn nicht sogar ein Leben lang halten. Es kann jedoch zu Problemen kommen!
Die meisten Zahnimplantate verwenden eine Titanschraube, die in den Knochen eingesetzt wird, um den Zahnersatz zu stützen. Etwa 50 % der Implantate, die versagen, tun dies aufgrund von Periimplantitis – einer Entzündung um das Implantat herum, die zum Verlust des umgebenden Knochens führt. Eine Lösung für dieses Problem zu finden, wird dem NHS und den Zahnärzten eine beträchtliche Menge an Zeit und Geld sparen und, was wichtig ist, die langfristige Patientenzufriedenheit verbessern.
Innovative Materialforschung
Die Doktorandin Ali Marie arbeitet gemeinsam mit Professor David Wood und Dr. Thuy Do von der School of Dentistry der University of Leeds daran, mithilfe der hydrothermalen Synthese eine Beschichtung für Titanimplantate zu entwickeln, die als antimikrobielles Mittel wirkt und die Knochenregeneration unterstützt. Bei der hydrothermalen Synthese werden die hohe Wassertemperatur und der Druck eines Autoklaven genutzt, um lösliche Mineralien in kristalline Form umzuwandeln. In diesem speziellen Fall entstehen geordnete Fluorapatit-Kristalle, die für ihre antibakterielle Wirkung gegen Erreger bekannt sind, die an Periimplantitis beteiligt sind. Die physikalischen Eigenschaften der Kristalle verbessern zudem die osteoinduktive Leistung und fördern das Knochenwachstum direkt am Implantat.
Der einzigartige 10-Stunden-Tischautoklav von Astell
Um durch hydrothermale Synthese optimale Fluorapatit-Kristalle herzustellen, muss der Autoklav bis zu 10 Stunden lang bei einer Temperatur von 121 Grad und einem Druck von 2 Atmosphären betrieben werden! Da Autoklaven in der Regel nur 20 bis 90 Minuten laufen, war klar, dass ein handelsübliches Modell nicht geeignet sein würde.
Nach Beratungen und Besichtigungen vor Ort durch Jonathan Pass von Astell wurde beschlossen, einen einzigartigen Tischautoklaven zu bauen, der programmierbar ist und verlängerte Zyklen von bis zu 10 Stunden ermöglicht. Um sicherzustellen, dass der Autoklav robust genug für die längeren Zyklen ist, wurden zudem die Komponenten und Türdichtungen für zusätzliche Haltbarkeit verbessert. Ali Marie war begeistert: „Astell hat mir einen einzigartigen Tischautoklaven zur Verfügung gestellt, der speziell für meine Arbeit angepasst wurde. Er ist vollständig programmierbar, und ich kann verschiedene zeitgesteuerte hydrothermale Syntheszyklen von bis zu maximal 10 Stunden durchführen. Dank seiner kompakten Größe nimmt er zudem nur wenig Platz auf dem Labortisch ein – perfekt für unser Labor im St James’s University Hospital.“
Jonathan Pass freute sich, helfen zu können: „Es war großartig, eng mit der School of Dentistry zusammenzuarbeiten und eine maßgeschneiderte Lösung zu liefern, die ihnen bei ihrer wichtigen zahnmedizinischen Forschung noch viele Jahre lang helfen wird. Ich glaube, dies zeigt auch unser Engagement, alles zu tun, um innovative technologische Produkte zu liefern, die den Bedürfnissen unserer Kunden entsprechen.“
Die entscheidende Rolle des Autoklaven
Der Autoklav spielte in Laboren und klinischen Umgebungen traditionell eher eine Nebenrolle. Die Entwicklung eines maßgeschneiderten Modells für die Hydrothermale Synthese mit verlängertem Zyklus zeigt, wie der unscheinbare Autoklav angepasst werden kann, um einen entscheidenden Unterschied hinsichtlich Geschwindigkeit, Qualität und Genauigkeit wichtiger Forschungsarbeiten zu bewirken.
Der an die School of Dentistry gelieferte Tischautoklav ist ein 33-Liter-Autofill-Modell
Er verfügt über:
- Eine vollständig programmierbare Touchscreen-Steuerung
- Eine elektropolierte Edelstahlkammer
- Geringer Platzbedarf
- Integrierter Wassertank
- Ein ultraschneller Türverriegelungsmechanismus
- Ein Trocknungssystem mit gepulster Wärme, das in 5-Minuten-Schritten einstellbar ist