Die andere Hälfte der Aufgabe

Die andere Hälfte der Aufgabe

Dekontamination von Laborabfällen

Seit mehr als 140 Jahren unterstützt Astell Unternehmen dabei, eine effektive Dampfsterilisation zu erreichen. Im Laufe dieser Zeit haben wir festgestellt, dass die Abfallentsorgung im Zusammenhang mit der Autoklavierung oft unterschätzt wird, obwohl sie der sicherheitskritischste Teil des Arbeitsprozesses sein kann. Dieser Artikel fasst Erkenntnisse aus realen Laborprojekten zusammen, bei denen die sichere Entsorgung, Eindämmung und Validierung ebenso sorgfältig festgelegt werden mussten wie die Aufbereitung steriler Medien.

Warum Abfall eine eigene Betrachtung erfordert

Die meisten Gespräche über Autoklaven konzentrieren sich auf die „saubere“ Seite: sterile Medien, sauberes Glasgeschirr und vorbereitete Materialien. Nahezu jedes Labor nutzt am Ende des Tages dieselbe Maschine auch für die gegenteilige Aufgabe: die Entsorgung kontaminierten Materials, bevor es weiterbefördert wird.

Diese „sichere Entsorgung“ als Teil der Arbeitslast unterliegt eigenen Regeln. Gebrauchte Platten, positive Kulturen und kontaminierte Kunststoffteile verhalten sich nicht wie saubere Flaschen mit Nährlösung, und sie sollten auch nicht so spezifiziert werden, als ob dies der Fall wäre.

Ein Entsorgungszyklus ist kein Nährmedienzyklus

Abfallchargen durchlaufen in der Regel ein robusteres Entsorgungsprogramm, bei dem die Temperatur oft lange genug bei 121 °C oder darüber gehalten wird, um sicherzustellen, dass das Material unschädlich gemacht wurde. Es ist üblich, dass ein Labor ein kontrolliertes Flüssigkeitsprogramm für Nährmedien und ein separates Entsorgungsprogramm für kontaminierten Abfall durchführt, anstatt einen Kompromisszyklus zu erzwingen, der beide Aufgaben erfüllen soll.

Ein typischer Vergleich wäre eine Reihe vorbereiteter Medien, die einem standardmäßigen 15-minütigen Flüssigkeitszyklus bei 121 °C unterzogen werden, während kontaminierte Kunststoffe und gebrauchte Platten in einer definierten Entsorgungscharge verarbeitet werden, die auf 121 °C oder höher erhitzt und länger gehalten wird, wobei durch Unterdruckimpulse eingeschlossene Luft aus der verdichteten Charge entfernt wird.

Die Eindämmung ist ebenso wichtig wie die Temperatur

Der Behälter ist ein kleines Detail mit großen praktischen Auswirkungen. In Säcken verpackter Kunststoffabfall sollte in einem geeigneten, stabilen Behälter, wie beispielsweise einem Entsorgungsbehälter oder einem Eimer, und nicht in einem offenen Drahtkorb untergebracht werden. Dies trägt dazu bei, geschmolzenen Kunststoff und verschüttetes Material zu verhindern und vermeidbare Reinigungsarbeiten in der Kammer zu vermeiden.

Eine korrekt definierte Abfallaufnahme schützt die Kammer, die Benutzer und erleichtert die konsistente Validierung des Zyklus.

Sichere Validierung

Bei der Validierung eines Abfallzyklus müssen die zur Prüfung vorgelegten Chargen selbst sicher sein. Es werden saubere Ersatzproben anstelle von tatsächlich kontaminiertem Material verwendet. Die Validierung prüft weiterhin den Zyklus und die Beladungsanordnung, setzt Ingenieure oder Laborpersonal jedoch keinem vermeidbaren Risiko aus. Validierte Entsorgungszyklen dauern zudem länger, als es auf dem Papier den Anschein hat: Bei der Validierung biologischer und gentechnisch veränderter Abfallchargen im Rahmen eines Projekts wurden in Behältern und Spritzenbehältern befindliche, in Trockenbeuteln verpackte Abfälle etwa 55 Minuten lang aufbewahrt, während dichtere flüssige Abfälle in Duran-Flaschen fast vier Stunden zur Validierung benötigten – der Behälter und der Zustand des Abfalls, nicht nur die Temperatur, bestimmen, wie lange ein Entsorgungszyklus tatsächlich dauert.

Für Diagnostik-, Sicherheits- und Mikrobiologielabore ist dieser Aspekt besonders wichtig, da der Entsorgungszyklus häufig der letzte kontrollierte Schritt ist, bevor das Material die Laborumgebung verlässt.

Was dies für die Abfalldekontamination bedeutet

Abfälle stehen selten im Rampenlicht, doch oft sind sie der sicherheitskritischere Teil der Arbeit eines Autoklaven. Legen Sie den Entsorgungszyklus ebenso sorgfältig fest wie den Reinigungszyklus: Definieren Sie den Abfall, den Behälter und die Beladung und stellen Sie sicher, dass die Nachweise bei Bedarf vorliegen.

Wie Astell Ihnen helfen kann

Astell unterstützt Anwender dabei, Dekontaminationszyklen für Abfälle, Behälter und Validierungsansätze speziell auf die tatsächlich zu entsorgenden Materialien abzustimmen. Wenn Sie Ihren Entsorgungsprozess überprüfen müssen oder eine andere Frage zum Thema Autoklaven haben, wenden Sie sich bitte an Astell, um dies zu besprechen. Mit Hunderten von verfügbaren Autoklaven, hochgradig anpassbaren Ausführungen, vielseitigen Installationsmöglichkeiten und einem kompetenten Team aus hauseigenen Servicetechnikern verfügt Astell über die Fachkenntnisse und die Erfahrung, um Sie bei der Lösung Ihrer Herausforderungen im Bereich der Dampfsterilisation zu unterstützen. Kontaktieren Sie Astell noch heute unter Info@Astell.com.


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