Abbildung 1: Die wichtigsten Bestandteile eines klassischen Autoklaven.

Dieses Diagramm zeigt die wichtigsten Komponenten eines Autoklaven und veranschaulicht die wesentlichen Bestandteile für den Sterilisationsprozess.
In diesem Beispiel ist ein kompakter Autoklav mit Frontbeladung vom Typ Astell AMA440 dargestellt. Es sind auch Tischgeräte mit Frontbeladung erhältlich.

Schematische Darstellung der wichtigsten Teile eines Autoklaven, der im Sterilisationsprozess zum Einsatz kommt
Legende:
  1. Steuercomputer
  2. Kammer
  3. Heizelement
  4. Kammertür
  5. Abgas

Abbildung 2: Beladen des Autoklaven.

Die Kammertür wird geöffnet, und mit zu sterilisierenden Gegenständen gefüllte Körbe werden in die Kammer geladen.

Schematische Darstellung des Vorgangs zum Beladen eines Autoklaven mit zu sterilisierenden Gegenständen.
Legende:
  1. Der Korb wird in die Kammer abgesenkt
  2. Die Kammertür wird entriegelt und geöffnet
  3. Wasser wird nachgefüllt

Abbildung 3: Erhitzen und Entlüften.

Der Autoklav schaltet seine Heizung ein, die das Wasser erhitzt und Dampf erzeugt. Das Ablassventil wird geöffnet, wodurch der Dampf die Luft aus der Kammer und durch den Ablassauslass drückt.

Schematische Darstellung, wie der Autoklav Wasser erhitzt, Dampf erzeugt und Luft aus der Kammer entfernt.
Legende:
  1. Die Kammern-Tür ist geschlossen und verriegelt
  2. Heizung ist eingeschaltet
  3. Luft wird aus der Kammer gedrückt

Abbildung 4: Druckbeaufschlagung und Sterilisation.

Sobald die gesamte Luft aus der Kammer ausgestoßen wurde, wird das Ablassventil geschlossen. Zu diesem Zeitpunkt kann der erzeugte Dampf nirgendwo entweichen, wodurch der Druck im Inneren der Kammer ansteigt.
Mit steigendem Druck übt der Dampf Kraft auf das Wasser aus, wodurch die Wassermoleküle mehr Wärmeenergie aufnehmen müssen, um sich in Dampf umzuwandeln. Während das Wasser weiter erhitzt wird, entsteht Dampf bei Temperaturen über 100 °C.
Wenn die Temperatur 121 °C übersteigt, beginnt die Sterilisation der Gegenstände in der Kammer. Bei dieser Temperatur dauert die Sterilisation mindestens 15 Minuten. Bei höheren Temperaturen verläuft der Sterilisationsprozess schneller.

Schematische Darstellung des Druckbeaufschlagungs- und Sterilisationsprozesses im Inneren eines Autoklaven, wobei die Druck- und Temperaturveränderungen hervorgehoben sind.
Legende:
  1. Ventil ist geschlossen

Abbildung 5: Abkühlung.

Während die Kammer abkühlt, sinkt der Innendruck auf das Niveau der Außenumgebung. Sobald der Abkühlvorgang abgeschlossen ist, kann die Kammertür sicher geöffnet und die sterilisierten Gegenstände entnommen werden.

Schematische Darstellung des Abkühlvorgangs in einem Autoklav, bei dem Druck und Temperatur schrittweise auf ein sicheres Niveau gesenkt werden.
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