Wenn der gewünschte Autoklav nicht in Ihr Labor passt

Wenn der gewünschte Autoklav nicht in Ihr Labor passt

Ein Hersteller von Körperpflegeprodukten ersetzt einen veralteten Toplader.

Seit mehr als 140 Jahren unterstützt Astell Unternehmen dabei, eine effektive Dampfsterilisation zu erreichen. In dieser Zeit haben wir nicht nur gelernt, wie man Autoklaven herstellt, sondern auch, wie echte Anwender diese in nicht immer idealen Arbeitsumgebungen auswählen, installieren, validieren und betreiben. Dieser Artikel basiert auf Erkenntnissen aus einem anonymisierten, realen Austauschprojekt, bei dem die größte Herausforderung nicht der Sterilisationszyklus selbst war, sondern der Raum, in den der Autoklav passen musste.

Die Herausforderung: Der Raum setzte die Grenzen

Das Ausmessen ist beim Kauf eines Autoklavs stets ein wesentlicher Schritt. „Passt meine geplante Beladung in die Autoklavkammer?“ lautet die übliche erste Frage, jedoch nicht immer die letzte – in diesem Beispiel musste auch die Frage „Passt der Autoklav in den Raum?“ gestellt werden, was zu einer ganzen Reihe von Messungen führte.

In diesem anonymisierten Projekt musste ein Hersteller von Körperpflege- und Kosmetikprodukten einen veralteten Autoklav mit Toplader ersetzen, doch im Labor war schlichtweg nicht genügend Platz für den Ersatz mit Frontlader, den das Team eigentlich bevorzugt hätte.

Dies ist eine häufigere Situation, als viele Einkäufer erwarten. Qualitätskontrolllabore sind oft durch die baulichen Gegebenheiten ihres Gebäudes eingeschränkt: eine Türöffnung, eine niedrige Arbeitstischreihe, eine bestimmte Deckenhöhe, ein Boden, der vor dem Einbau eines schwereren Geräts überprüft werden muss, oder ein Raumaufbau, der sich nicht ohne Weiteres ändern lässt. Die Frage lautet dann nicht mehr: „Welcher Autoklav ist auf dem Papier der beste?“, sondern: „Welcher Autoklav ist der beste, der hier funktioniert?“

Die Lösung: Auf den verfügbaren Platz abstimmen

Die Lösung war ein 135-Liter-Autoklav mit Toplader, der so ausgewählt wurde, dass er die Grundfläche des zu ersetzenden Geräts einnahm und an derselben Position aufgestellt werden konnte. Der Boden wurde als für die Belastung geeignet bestätigt, und dank dieser Konfiguration konnte das Labor einen modernen, validierten Ersatz erhalten, ohne den Raum um das Gerät herum neu gestalten zu müssen.

Die Arbeitsbelastung entsprach der eines stark ausgelasteten Produkttestlabors: flüssige Medien, Glasgeräte, Kunststoffe und kontaminierter Abfall. In der Praxis musste dasselbe Gerät sowohl zu Beginn des Tages bei der Vorbereitung von sauberem Material helfen als auch Abfall unschädlich machen, bevor dieser das Labor verließ.

Die Konfiguration, die den Unterschied ausmachte

Mehrere Spezifikationsentscheidungen trugen maßgeblich zum Nutzen bei. Dank der lastabhängigen Prozesssteuerung wurde die Sterilisationshaltezeit anhand der Temperatur in der Beladung und nicht allein anhand der Kammertemperatur gesteuert, sodass sowohl bei teilgefüllten als auch bei voll beladenen Durchläufen echte Sterilisationsbedingungen erreicht werden konnten. Für den gleichmäßigen Sterilisationsablauf sorgte eine einfache, ventilatorunterstützte Kühlung dafür, dass die Flaschen schnell genug abkühlten, um etwa drei Zyklen pro Tag zu ermöglichen. Validierung und Kalibrierung stellten sicher, dass der Autoklav die Beladungen effizient und innerhalb der geforderten Toleranzen verarbeitete.

Eine typische Konfiguration für diese Art von Arbeitsaufkommen wäre die Sterilisation von flüssigen Medien in belüfteten Flaschen in einem 121 °C-Zyklus mit einer Haltezeit von 15 Minuten, wobei sich eine Sonde in einer Referenzflasche befindet, sowie ein separater Entsorgungszyklus für kontaminierte Kunststoffteile vor der Entsorgung.

Was dies für andere Labore bedeutet

Wenn der Platz die entscheidende Einschränkung darstellt, findet die wichtigste Arbeit bereits vor der Auftragserteilung statt. Stellfläche, Zugangsweg, Bodenbelastung, Türschwung und Wartungspositionen müssen frühzeitig berücksichtigt werden. Diese Probleme erst am Tag der Lieferung zu entdecken, ist kostspielig; wenn man sie von Anfang an bei der Planung berücksichtigt, fällt die Auswahl der richtigen Maschine in der Regel wesentlich leichter.

Wie Astell helfen kann

In diesem Projekt unterstützte Astell den Kunden dabei, die Gegebenheiten des vorhandenen Raums optimal zu nutzen, indem ein Ersatzautoklav in Bezug auf Format, Kapazität und Validierungspaket ausgewählt wurde, der sowohl dem Platzangebot als auch dem Arbeitsaufkommen entsprach. Sollten Sie vor einer ähnlichen Herausforderung bei der Erneuerung stehen oder eine andere Frage zum Thema Autoklaven haben, wenden Sie sich bitte an Astell, um diese zu besprechen. Mit Hunderten von verfügbaren Autoklaven, hochgradig anpassbaren Ausführungen, vielseitigen Installationsmöglichkeiten und einem kompetenten Team aus hauseigenen Servicetechnikern verfügt Astell über die Fähigkeiten und die Erfahrung, um Sie bei der Lösung Ihrer Herausforderungen im Bereich der Dampfsterilisation zu unterstützen. Kontaktieren Sie Astell noch heute unter Info@Astell.com.